
OBERNEISEN/NETZBACH. Im Rahmen ihres traditionellen Arbeitseinsatzes stand für die Sozialdemokraten aus Netzbach und Oberneisen unter Leitung ihres Vorsitzenden Frank Puchtler die Pflanzung des „Baumes des Jahres“ im Mittelpunkt. In den beiden Ortsgemeinden Netzbach und Oberneisen, für die der SPD-Ortsverein zuständig ist, wurde jeweils eine Vogel-Kirsche gepflanzt.
Die Vogel-Kirsche ist „Baum des Jahres“ 2010. Die Stiftung Menschen für Bäume wies bei ihrer Proklamation zum Baum des Jahres darauf hin, dass die Vogel-Kirsche seit Jahrtausenden ein Begleiter des Menschen sei. Im April strahle sie weiß leuchtend weithin ins Land, im Sommer liefert sie begehrte Früchte und im Herbst orange bis rote feurige Blattfarben. Kurzum wenn es um Ästhetik geht spiele die Kirsche ganz vorne mit und beim Geschmack auch. Sie verfügt über viele bemerkenswerte Eigenschaften. In der Krone einer freistehenden erwachsenen Vogel-Kirsche können sich bis zu 1Million Blüten befinden. Sie sind für Bienen, Hummeln und andere Insekten eine der wichtigsten Nektarquellen, weshalb die Kirschblüte sehr geschätzt wird.
Aber auch für uns Menschen gilt: Was wäre ein Frühling ohne Kirschblüte ? Viele Vogel-Kirschen kommen vor allem am Waldrand und in der freien Landschaft vor, wo sie allerdings von Kultur-Kirschen schwer zu unterscheiden sind. Die Früchte der Wildform sind jedoch deutlich kleiner, die Kronen schlanker. Die Früchte sind wegen ihrer Inhaltsstoffe sehr wertvoll für uns Menschen, aber auch bei Tieren sehr begehrt. Bis zur Reife muss ein Kirschbaum allerdings viele Klippen erfolgreich umschiffen: Spätfrost oder Regen während der Blüte, Trockenheit, Hagel und Schädlinge.
Ein ästhetisches Highlight ist ihre Herbstfärbung. Sie kann leuchtend orange bis feuerrot werden und damit Ende Oktober für einen herbstlichen Höhepunkt in der Landschaft sorgen. Vogel-Kirschbäume können im Wald bis 30 m, im Freistand bis 20 m hoch und maximal 150 Jahre alt werden. Hinsichtlich der Ansprüche an Nährstoffe und Feuchtigkeit ist die Vogel-Kirsche sehr genügsam. Aufgrund ihrer Hitze- und Trockenheitstoleranz kann sie tendenziell vom Klimawandel eher profitieren, weil sie dadurch gegenüber anderen Baumarten konkurrenzkräftiger wird.
Es gibt also jede Menge guter Gründe, warum die Vogel-Kirsche „Baum des Jahres“ geworden ist. Für uns ist die alljährliche Initiative in Netzbach und Oberneisen, so Vorsitzender Frank Puchtler, ein Signal um die Sensibilität für das lebendige Kulturgut Bäume zu stärken.